Blogger antworten auf Broder-Brief: Wo wir mit Broder einer Meinung sind

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Trotz der deutlichen Distanzierung deutscher Muslime vom IS-Terror erscheinen in einigen Medien Artikel, die Muslime stigmatisieren. Mehrere Autoren und Blogger antworten nun auf den jüngsten offenen Brief in der „Welt“.

Ungeachtet der zahlreichen öffentlichen Aktionen muslimischer Verbände und Gemeinden in Deutschland, in denen diese ihre klare Verurteilung der Gewalt und des Extremismus der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zum Ausdruck gebracht hatten, haben die Medien des Axel Springer Verlages ihre kampagnenartige Berichterstattung, über die sie alle Muslime, unabhängig vom Grad der Religiosität, stigmatisieren, fortgesetzt.

Wenige Wochen, nachdem der stellvertretende Chefredakteur der „Bild am Sonntag“, Nicolaus Fest, sich und seiner Publikation durch einen islamfeindlichen Kommentar eine Rüge seitens des Presserates eingefangen hatte, legte nun Henryk M. Broder in der „Welt“ mit einem Kommentar in Form eines Offenen Briefes an Musliminnen und Muslime in Deutschland nach, in dem er der Distanzierung der Muslime vom Terror zwischen den Zeilen die Glaubhaftigkeit absprach und alle Muslime bereits aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Islam zu potenziellen Extremisten erklärte.

Hier einige Meinungen von Autoren mit und ohne Migrationshintergrund zum Brief von Broder.

 

Christian Runkel, Jahrgang 1949, Remscheid, selbständiger Wohnungsverwalter

Irgendetwas an der Argumentation Broders tut mir als Christen weh. Sie hinterlässt den Muslim ja mit dem Bleigewicht des ewigen Verdachtes am Hals, dass der Islam einen grundbösen, gewalttätigen Kern hat. Ich kann diesen Kern je weniger sehen, desto mehr freundliche und friedensbereite deutsche Muslime ich kennenlerne, und es sind mittlerweile eine ganze Reihe. Broder sollte die Muslime von diesem bösen Verdacht befreien. Er sollte das umso mehr tun, als er selbst den Verdacht gegen seine eigene jüdische Religionsgemeinschaft am besten kennt. Man hat früher einmal vom „ewigen Juden“ mit seinen finsteren Motiven gesprochen, aber man hat diesen Gedanken schließlich nach vielem Elend, den er angerichtet hat, begraben. Lasst uns den „ewigen Moslem“, den ewig gewalttätigen, den gleichen Weg gehen lassen und ihn aus unseren Köpfen verbannen!

 

Merve Gül, 22, aus Stuttgart, Jura-Studentin

Herr Broder, kleines Feedback zu Ihrem Offenen Brief:

Nach diesem werden sich vermutlich einige mehr der IS anschließen und in die Luft jagen.

Ich hab aber eine ganz andere Frage, ich respektiere ja Ihre Meinung, aber was wollen Sie damit bezwecken? PR? Einen Shitstorm? Steht die Veröffentlichung eines neuen Buches an? Und eine andere Frage: Warum werde ich von Ihnen wieder gezwungen, Stellung zu beziehen?

Was ist denn Ihre konstruktive Lösung?

Ich kann Sie nicht finden, kann mir jemand helfen? Habe ich etwas überlesen?

Herr Broder, ich helfe Ihnen aber gerne auf die Sprünge:

Kennen Sie Juristen? Ein Mann wie Sie kennt sicherlich Juristen. Aber Google müsste auch ausreichen.

Googeln Sie mal den Begriff „unbestimmte Rechtsbegriffe“.

Von denen gibt es im Koran reichlich viele.

Und wissen Sie was?

Die lassen sich von rach- und machtsüchtigen Menschen ausgezeichnet zu einem Kriegsplan gegen den Rest der Welt auslegen.

Probieren Sie mal und wenn Sie alles gut aufbauen, dann können Sie innerhalb von einer Woche dem IS sogar die Stirn bieten.

Und wissen Sie, wie das am besten geht? Wenn Sie an sozialen Problemen anknüpfen, die sich mitten in unserer Gesellschaft abspielen, dann definieren Sie sogar Ihre Zielgruppe.

Ausgrenzung und Diskriminierung, davon sind viele betroffen.

Wollen wir mal?

Ali wird beispielsweise aufgrund Ihres offenen Briefs immer mehr von der Gesellschaft ausgegrenzt. Er hat kein Bock mehr darauf. Und Sie sind? – Jawohl, Sie sind nicht-muslimisch.

Im Koran steht irgendwas von Ungläubigen… Und Ungläubige sind… ?? Keine Ahnung, irgendein „unbestimmter Rechtsbegriff“.

Oh, da eilt der IS ja schon zur Hilfe. Ungläubige sind laut des IS alle „Nicht-Muslime“. Sie sind nicht-muslimisch. Also sind Sie ein Ungläubiger? Ich weiß es nicht, aber der IS sagt ja.

Und Pierre Vogel ergänzt, dass man mit Ungläubigen alles machen kann, was man möchte.

Ali ist sauer, denn Sie haben dafür gesorgt, dass er weiterhin ausgegrenzt wird. Sie haben seine Lehrer gegen ihn aufgehetzt, seine Mitschüler, die deutsche Nachbarin, sogar den Innenminister.

Und vergessen Sie nicht die Auslegung von Herrn Vogel und des IS. Sie sind Ungläubiger, Ali kann laut seinen neuen Freunden mit Ihnen machen, was er will. Und Sie haben ihm wehgetan, Sie haben ihn ausgeschlossen. Er hat da bestimmt Lust darauf. Er will Rache, Herr Broder. Für etwas, was Sie vermasselt haben.

Wir haben es vermasselt, Menschen zu umarmen und ihnen die Hände zu reichen, wenn sie es am meisten brauchen.

Wir haben nach dem 11. September vergessen, dass Ali eigentlich ein guter und hilfsbereiter Schüler war und ihn stattdessen ständig mit seinem Glauben konfrontiert.

Wir haben ihn verpasst. Und wer hat ihm stattdessen die Hände gereicht? Die Extremisten.

Gleiches geschieht mit Paul. Der wird von seinen Freunden mit braunem Gedankengut abgeholt.

Die haben immer ein offenes Ohr für ihn. Die sagen: „Paul, dein Vater ist nur arbeitslos, weil Alis Vater ihm den Arbeitsplatz weggenommen hat.“

Die Liste ist lang. Wir haben vieles als Gesellschaft vermasselt.

Ein friedliches Zusammenleben, Herr Broder, erfordert Engagement und wenn sich die falschen organisieren und engagieren, dann passiert eben sowas.

 

Angela Gäde, 34, aus Dortmund, Autorin, Verlegerin und Bloggerin

Erst sollten sich die Muslime distanzieren, jetzt einer anderen Religion beitreten?

Müssen wir alle Buchhandlungen schließen, damit niemand mehr von einem Buch wie „Der Fänger im Roggen“ zu einem Mord aufgefordert wird?

Ich kann viel Mist im Namen einer Religion, einer Idee oder eines Buchs anstellen, aber befreit mich das von meiner Verantwortung?

Systeme, Ideen können (wenn auch nicht perfekt) ziemlich gut sein, doch die Umsetzung liegt bei den Menschen. Das, was in Russland, China und Nordkorea als Kommunismus bezeichnet wurde/wird, hat wenig mit den Ideen von Marx und Engels zu tun. Wenn nun die Muslime (alle bis auf die Extremisten) konvertieren müssen, sollten es ihnen dann nicht die Christen aufgrund von Breivik oder des Creativity oder Christian Identity Movements gleichtun?

Es ist nämlich nicht richtig, dass im Namen des Christentums kein Blut mehr vergossen wird. Breivik bezeichnete sich zwar als nicht religiös, benutzte aber das Christentum, um seine Tat zu legitimieren. Bis 2002 trug das Creativity Movement den Namen World Church of the Creator. Es handelt sich bei dieser „Kirche“ um eine amerikanische, rassistische Organisation, die für die „Weiße Religion“ eintritt. Viele rassistische Organisationen halten sich für wahre Christen und trinken nicht nur Tee und reden über die Bibel. Sie sind mit Waffen ausgestattet und bereiten sich auf den Kampf der Rassen vor. Und wenn der IS „islamisch“ sein soll, nur weil er sich so nennt, dann müsste ja das Gleiche auch für die „Christian Identity“ gelten, oder?

Was will uns der Artikel genau sagen? Dass der Islam eine Religion ist, die das Potenzial des Attentats einfach in sich trägt und somit auch jeder Muslim?

Sollte das so gemeint sein, trägt dann nicht auch jeder Deutsche das Potenzial in sich, ein Nazi zu sein? Jeder Amerikaner mit weißer Haut hat dann ein Ku-Klux-Klan-Gen in sich?

Der „Besorgte Deutschtürke“

Lieber Henryk M. Broder,

ich weiß nicht, ob das die richtige Anrede ist. Sie hört sich für meinen Geschmack zu „lieb“ an für einen unverbesserlichen Besserwisser, der für seine Kritik an Muslimen von allen Zeitungen in diesem Land gerade die eines Verlages wählt, welcher in den vergangenen Wochen mit feiger Hetze gegen den Islam aufgefallen ist. Und, um Dich zu beruhigen: Viel kannst Du nicht mehr kaputt machen, indem Du uns als Muselmänner und Muselfrauen bezeichnest. Da sind wir in diesem Land schon ganz andere Dinge gewohnt.

Als Gutmensch versuchst Du Dich darzustellen und lobst wiederholt die Kundgebungen, mit denen Muslime am vergangenen Freitag ein Zeichen gegen Fanatismus setzen wollten. Dass sie damit auf einen solch fanatischen Zyniker wie Dich stoßen mussten, ist nicht nur ironisch. Die Muslime in diesem Land hätten es sich zwar denken können, aber Dein Spott kann uns dennoch gestohlen bleiben.

An einer Stelle Deines offenen Briefes redest Du über die Kreuzritter. An einer anderen dann davon, dass nur „Anhänger totalitärer Systeme von ihrem Glauben so angetan [sind], dass sie ihn für perfekt halten“. Schließlich kommst Du zu dem Entschluss, dass „die Ränge der Fanatiker“ bei uns Muslimen allerdings am dichtesten besetzt seien.

Ich greife gerne einige Deiner Stichpunkte auf:

Wenn ein amerikanischer Präsident in Folge der Anschläge des 11. September 2001 von einem „Kreuzzug“ spricht, den man nun führen müsse; dann im Namen der Demokratie und der sogenannten freien Welt eine der größten humanitären Katastrophen des noch so jungen 21. Jahrhunderts anstößt; den Großteil westlicher Entscheidungsträger von seinem „Glauben“ überzeugt und auf seiner Seite hat und sie gemeinsam den gesamten Nahen Osten in ein endlos erscheinendes Chaos treiben, was unterscheidet die „Kriegstreiber“ des Westens dann von den „Fanatikern“, die mit dem Dschihad die Enthauptung Andersgläubiger rechtfertigen?

Vielleicht, dass unsere demokratisch gewählten Repräsentanten im Westen gleich den „Glauben“ der Anhänger mehrerer „Systeme“ gleichzeitig missbrauchen? Ist es unser Glauben an die Demokratie, der den grauenvollen Tod Hunderttausender in Afghanistan und im Irak zu verantworten hat, oder etwa die christliche Überzeugung amerikanischer Republikaner? Nein! Es ist der Fanatismus blutrünstiger Psychopathen, die Macht und Wirtschaftlichkeit vor den Schutz menschlichen Lebens stellen – in der islamischen Welt, wie auch im mehrheitlich christlichen Westen.

Tatjana Rogalski, 29, Onsk/Russland, Betriebswirtin

Ich muss schon sagen, Ihre Vorgehensweise ist sehr geschickt Herr… Sie drehen den Spieß mit Ihrer süßen netten Zunge so um, sodass die Muslime, egal wie sehr sie sich abmühen und sich für den Frieden einsetzen, als Übeltäter da stehen. Sie haben sehr viel von unseren tollen Nachrichtendiensten, die keine wahren Fakten liefern können und manipulativ die Bevölkerung gegen den Islam drillen, gelernt. Hut ab! Wenn Sie wirklich mal den Islam spüren wollen würden, würden sie einfach an einem muslimischen Zusammentreffen teilnehmen und da würden sie den Islam und dessen Warmherzigkeit kennenlernen. Aber wie es scheint, haben sie leider keinerlei Erfahrung mit dem Islam und somit haben sie eine ganz große Bildungslücke, was ich Ihnen nicht übel nehmen kann, da sie vermutlich nur die Medien als Bildungsquelle zu Rate ziehen.

Resul Özçelik, 37, Dortmund, PR-Mitarbeiter/Institutsleiter

Lieber Herr Broder,

Sie sagen, dass Ihre Eltern Auschwitz überlebt haben, aber ihre Seelen seien auf der Strecke geblieben. Wenn ich mir Ihren offenen Brief durchlese und Ihre Unkenntnis über meine Religion aus allen Fugen Ihres Artikels rausplatzen sehe, habe ich die Befürchtung, dass nach Ihrem Brief die Seelen junger Muslime, die sich für diese Gesellschaft engagieren, auf der Strecke bleiben werden.

Bitte lassen Sie es einfach sein, wenn Sie kein Interesse daran haben, muslimisches Leben in einer demokratischen freien Gesellschaft möglich zu machen!!!

Ich halte daran fest und sage: „Muslimisches Leben in Deutschland ist möglich!“

Annika Lemm, 29, aus Essen, Projektleiterin in einer Essener Werbeagentur

„Dieser Artikel hatte bei mir bereits verloren, als es um ‚Muselfrauen‘ und ‚Muselmänner‘ ging. Da erwartet jemand, dass seine Worte gesehen werden, dass sie respektiert werden und dass sich Andersdenkende dazu verleiten lassen, seine Meinung gutzuheißen. Seine persönliche wohlgemerkt. Und er versucht, dies zu erreichen durch Provokation und Respektlosigkeit, altbewährte Stilmittel, um einem Artikel, der eigentlich keinen Inhalt hat, ein Existenzrecht zu geben. Ich frage mich nur eins: Hat dieser Mensch sich tatsächlich unvoreingenommen mit der Thematik befasst oder agiert er gerade nicht genauso, wie er es denen, die er kritisiert, vorwirft? Welches Recht nimmt er sich heraus, die zu kritisieren und ihre Meinung in Frage zu stellen, die sich zu einer friedlichen Welt bekennen? Welches Recht nimmt er sich heraus, zu behaupten, dass es keine oder kaum eine Unterscheidungsmöglichkeit zwischen dem Islam und Islamismus gäbe? Wann hört es endlich auf, dass wir einander auf unseren Glauben reduzieren und alles aus Sicht eines Gläubigen bewerten und nur aus dieser Sicht. Unabhängig von unserer Überzeugung sind wir am Ende alle nur eine einzige Sache, und hier sind wir alle gleich: Menschen. Fehlbar. Eigen. Und jeder für sich ein Unikat mit eigenem Handlungsspielraum. Nur weil wir uns zu Gruppierungen zusammenschließen, muss die Meinung eines Einzelnen dieser Gruppe nicht die der Allgemeinheit sein.“

Serdar Ablak, 36, aus Oberhausen, Soziologie-Student und Blogger

Sehr geehrter Herr Broder,

ich hatte fast angenommen, dass ein positiver Beitrag kommt. Doch es kam genau das Gegenteil. Ich weiß nicht, ob Sie sich darüber im Klaren sind, dass Sie die Arbeit von tausenden von Menschen (nicht nur Muslimen) sabotieren.

Als Mitglied eines Vereines, der genau das Gegenteil von dem versucht, was Sie mit Ihrem Kommentar zu erreichen versuchen, möchte ich sagen, dass Sie genau so NICHT für ein besseres Miteinander sorgen.

Sie haben Muslime pauschal verurteilt. Als nächstes wird jemand kommen und Juden angreifen. Der nächste wird vielleicht aufzählen, welche schlechten Dinge Christen in der Geschichte getan haben. Und dann sind wir auf dem besten Wege zum „Clash of Civilizations“.

Aber es geht auch anders: Im Ruhrgebiet sind so viele interreligiöse Veranstaltungen, die zeigen, dass es auch anders geht. Vertreter aus den drei Weltreligionen haben einander getroffen und eine Erklärung verfasst, die sich gegen Extremismus im Namen aller Religionen ausspricht. Wir haben als Verein eine Veranstaltungsreihe organisiert, die Christen und Muslime gemeinsam getragen haben. Nicht selten hatten Teilnehmer fast Tränen in den Augen, weil sie bis dato nicht wussten, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen den Religionen tatsächlich gibt. Und genau diese Art von Dialog torpedieren Sie mit Ihrem Artikel.

Ich möchte meinen Brief mit den Worten des Islamgelehrten Fethullah Gülen schließen:

„Sei so tolerant, dass dein Herz so weit wie der Ozean wird. Lasse dich vom Glauben und von der Liebe zu den Menschen inspirieren. Sorge dafür, dass kein Mensch mit Problemen dir vergeblich seine Hand entgegenstreckt. Bleibe niemandem gegenüber gleichgültig.“

Mustafa Şahinli, 22, aus Speyer, Informatik-Student

Lieber Herr Broder, Sie pauschalisieren alle Muslime und tun den Menschen Unrecht, die gegen eine solche Aktion protestieren und ihre Meinung kundtun. Die meisten Muslime in Deutschland sind gegen den IS und das wissen Sie auch. Ich denke eher, dass Sie gerade eine gute Gelegenheit gesucht haben, dem Islam eine reinzuhauen. Lassen Sie es doch bitte einfach nur sein. Ich denke und hoffe, dass es schon bald ein viel besseres Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen geben wird, sollten die Menschen, die sich dafür engagieren, weitermachen…

 

Samet Er, 25, aus Kirchheim unter Teck, Student der islamischen Theologie

Lieber Herr Broder,

sie sind in Bezug auf den Islam ein sehr kritischer Mensch. Auch ihre Kritik am Islamismus ist allseits bekannt. Sie können ja auch beides kritisieren, aber dass Sie beides miteinander vermischen, dafür habe ich kein Verständnis. Ich erwarte von Ihnen mehr Differenzierung.

Ich werde hier jetzt nicht anfangen, Ihren Brief, der aus meiner Sicht inakzeptabel ist, zu kritisieren, jedoch als angehender Theologe sehe ich mich gezwungen, Stellung zu beziehen. Ich habe immer das Gefühl, dass Sie sich hauptsächlich nur mit den Infos aus den Medien begnügen und so manches nicht wissen oder nicht wissen wollen, was in den Muslimen in Deutschland vorgeht.

Sie fragen sich, ob tatsächlich alles dem Islamismus zuzuschreiben ist, was auf der ganzen Welt passiert und rücken den Islam an sich in den Vordergrund. Ich sage Nein! Es ist vielmehr das Problem des Menschen bzw. mangelnder Bildung und Aufklärung zuzuschreiben, an der leider Gottes viele muslimische Länder leiden.

Genau dieser Fall ist uns in Deutschland lebenden Muslimen bewusst, weshalb wir nach Präventionsmöglichkeiten suchen und brainstormen, wie wir diesen Menschen die Hand reichen können! Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit werden Aktionen gestartet oder Schulen gegründet, um solchen, den islamischen bzw. den prophetischen Lehren widersprechenden, Handlungen vorzubeugen.

Statt mit unnachweisbaren Vorfällen aus marginalen Dörfern zu kommen, können Sie uns doch helfen, wie wir hierfür eine Lösung finden. Sie als einflussreicher Intellektueller haben bestimmt vieles zu bieten. Würden Sie das tun? Ihnen geht es doch auch um eine friedliche Gesellschaft bzw. Welt, oder etwa nicht?

Kommen Sie doch mal zu uns ins Zentrum für islamische Theologie, setzen Sie sich in die Seminare für Philosophie, systematische Theologie oder Soziologie, und machen Sie sich selbst ein Bild. Sie werden sehen, dass das, was Sie von sich geben, fruchtlos ist!



Das, was wir aber alle unterzeichnen, ist der Gruß am Ende Ihres Briefes: Salam und Schalom allerseits.

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Über den Autor

Serdar Ablak

Chefblogger und Gründer. Gebürtiger Oberhausener (darauf bin ich besonders stolz), lebe mittlerweile in Köln, arbeite aber immer noch in Duisburg. Der Weg ist zwar manchmal anstrengend, aber das Ruhrgebiet ist es Wert!

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